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Zur Geschichte unserer Schule Als um die Jahrhundertwende die Bestrebungen für die bessere Förderung lernschwacher Kinder in Deutschland verstärkt zunahmen, wurde auch in Rathenow mit der Gründung der Hilfsschule diesem Gedanken entsprochen. Aus dem Tagebuch des ersten Hilfsschullehrers Rathenows, Herrn W. Anders: "Der Unterricht, welcher dem Lehrer Anders übertragen war, begann am 11. Oktober 1901 mit 30 Schülern, einer für den Anfang besonders hohen Zahl. Aber nicht allein hierdurch wurde der Unterricht sehr erschwert, vielmehr dadurch, dass dieser in verschiedenen Klassenzimmern und zu ungünstiger Zeit - meist erst von 10 Uhr ab - erteilt werden musste. Diesem Übelstande ist nach Erbauung der Neustädtischen Gemeindeschule, seit dem 17. November 1902, abgeholfen."
Neustädtische Gemeindeschule in Rathenow ab 17. November 1902
Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Hilfsschulwesen in Rathenow soweit, dass am 1. April 1918 der Unterricht selbständig in der oberen Etage des Kaymlingschen Hauses in der Schleusenstraße Nummer 7 fortgeführt werden konnte.
Das Kaymlingsche Haus in der Schleusenstraße 7 in Rathenow (ab 1. April 1918)
In der Schleusenstraße befand sich kein Schulhof für die 94 Kinder und die hygienischen Bedingungen waren unzulänglich. Ab 6. Juli 1920 wurde die Schule in die Husarenkaserne, Bahnhofstraße 1, verlegt.
Husarenkaserne, Bahnhofstraße 1 in Rathenow
Als das Militär die Kaserne zurückforderte, erwog man den Neubau einer Hilfsschule. Im Jahre 1927, aus Anlass des 100. Todestages von Johann Heinrich Pestalozzi, zogen die Schüler in das neue Schulgebäude am Friedrich-Ebert-Ring ein.
1927 konnten die Schüler und Lehrer die neu gebaute Schule am Friedrich-Ebert-Ring beziehen. Sie erhielt den Namen "Johann Heinrich Pestalozzi".
1939 wurde das Gebäude der Pestalozzischule eine Oberschule für Mädchen. Bis 1990 wurden dann die Kinder der stationierten russischen Soldaten dort unterrichtet. Von 1939 bis 1959 wurde das Gebäude in der Goethestraße 86 (ehemals Kindergarten "Hans Marchwitza") genutzt. Im Jahre 1959 bezog die Pestalozzischule das Haus in der Wilhelm-Külz-Straße 11 (heute Haus der Jugend).
Bis 1980 lernten die Schüler der Pestalozzischule in diesem Haus in der Wilhelm-Külz-Straße 11. Im Jahre 1980 konnte dann das neue Gebäude in der Baustraße bezogen werden.
Einige Klassen mussten immer wieder aus dem Gebäude in der Külzstraße ausgelagert werden, da der Platz nicht ausreichte (z. B. ehemalige Zulassungsstelle in der Liebknechtstraße 4 und ehemaliges Wehrkreiskommando - heute Dresdner Bank). 1980 erfolgte der Umzug in das damals neu erbaute Gebäude in der Baustraße 5, wo sich unsere Schule noch heute befindet.
1980 endlich konnten die Schüler und Lehrer mit dem Einzug in das Gebäude in der Baustraße 5 unter viel besseren Bedingungen arbeiten.
Der Berufsschulteil der Schule verblieb zunächst noch in den Räumlichkeiten des Hauses in der Wilhelm-Külz-Straße 11 und zog 1987 in die ehemalige jüdische Synagoge in der Wilhelm-Külz-Straße 2 um.
1987 zog der Berufsschulteil in dieses Gebäude in der Külzstraße 2. Bis zum Ende des Schuljahres 2000/2001 wurde in diesem Haus noch unterrichtet.
Durch die Errichtung der neuen Schule in der Baustraße verbesserten sich die Lern- und Arbeitsbedingungen für die Schüler und Lehrer erheblich. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands ergaben sich für die Lehrer und Schüler neue Möglichkeiten des Lernens.
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